Verlorene Orte

Er ist geblendet. Soviel Schönheit. Silber oder Gold? Das Helle im Innern lässt ihn zweifeln; er ist sich nicht sicher farbenblind zu sein. Dies können zum Glück nur Männer.
Seit langer Zeit spricht er wieder mit sich. Zweifel zwei – soll er schreiben? Mit Tintenblau, mit Federstärke OB. Das Schriftbild signalisiert Charakter. Blau das Hoffen. Wer will das nicht.
Er bleibt farbenblind.
Ein Schritt zurück vielleicht, doch in welcher heiligen Stätte findet er Stille?
Das leicht verzerrte Getuschel ist nicht zu überhören. Der hoch gestreckte rote (?) Knirps hält die fremdsprachige Kohorte zusammen. Sie weilen nur kurz mit Headset im Fünf-Minuten-Takt.
Er sinniert über die Ruhe. Das Verlorene finden.
Das Wort Poesie ist ihm zu abgegriffen für diesen Ort. Er bleibt beim Versuch – dem Essay.
Erhoffte Antworten, vielleicht in Farbe? Gedankenbilder dann, wenn er von der vergessenen Schönheit schreiben wird.

© Philipp Senn.

© Philipp Senn.