
— Ich traf ihn zum ersten Mal nahe der Kirche von Saintes-Maries-de-la-Mer.
„Sind Sie Priester?“ fragte ich. Er lächelte. „Nein. Marionettenspieler. Hofnarr.“
Seine Antwort – verspielt, ehrlich – verriet mehr, als Worte sagen können. Er trug ein dunkles Jackett, schlicht, wie ein Mönch. Doch unter dem Arm: eine Tasche voller Geschichten.
In den 70ern lebte er in einem Bunker am Meer, das Rauschen der Wellen sein tägliches Gebet. Dort entstand seine erste Reportage: Manitas de Plata, die Gitanes und der Marienkult. Viele folgten.
Jahre später sah ich ihn wieder. Anaheim, Kalifornien. Wieder zufällig? Seine Leica, ein Moleskine, ein blauer Bleistift – immer noch sein Handwerkszeug. Diesmal schrieb er über einen Amerikaner, der die Uhrenmarke IWC in die Schweiz brachte.
Philipp sieht mit den Augen eines Künstlers. Fotografie, Worte, Bewegung – alles Ausdruck einer inneren Suche. In den 80ern führte er Puppen zum Leben, später arbeitete er am Theater, dann in der Wirtschaft. Man nannte ihn Till Eulenspiegel. Oder den Schattenmann.
Heute ist er frei. Fotograf, Autor, Lernender. Er übt Pa-Kua – Schwert, Bogen, Stille.
Wenn ich mit ihm spreche, höre ich mehr als Worte. Er ist weise, ohne zu lehren.
Demütig, ohne sich zu beugen. Grosszügig, ohne Erwartung.
Einmal nannte er mich „El Brujo“. Ich glaube, er meinte damit sich selbst. – Coelho
Seine Antwort – verspielt, ehrlich – verriet mehr, als Worte sagen können. Er trug ein dunkles Jackett, schlicht, wie ein Mönch. Doch unter dem Arm: eine Tasche voller Geschichten.
In den 70ern lebte er in einem Bunker am Meer, das Rauschen der Wellen sein tägliches Gebet. Dort entstand seine erste Reportage: Manitas de Plata, die Gitanes und der Marienkult. Viele folgten.
Jahre später sah ich ihn wieder. Anaheim, Kalifornien. Wieder zufällig? Seine Leica, ein Moleskine, ein blauer Bleistift – immer noch sein Handwerkszeug. Diesmal schrieb er über einen Amerikaner, der die Uhrenmarke IWC in die Schweiz brachte.
Philipp sieht mit den Augen eines Künstlers. Fotografie, Worte, Bewegung – alles Ausdruck einer inneren Suche. In den 80ern führte er Puppen zum Leben, später arbeitete er am Theater, dann in der Wirtschaft. Man nannte ihn Till Eulenspiegel. Oder den Schattenmann.
Heute ist er frei. Fotograf, Autor, Lernender. Er übt Pa-Kua – Schwert, Bogen, Stille.
Wenn ich mit ihm spreche, höre ich mehr als Worte. Er ist weise, ohne zu lehren.
Demütig, ohne sich zu beugen. Grosszügig, ohne Erwartung.
Einmal nannte er mich „El Brujo“. Ich glaube, er meinte damit sich selbst. – Coelho