Niemandsland

„Fly yellow bee, fly – follow me, yellow bee, fly.“ Die kleine Anna freut sich auf die Reise von Wien nach London. „Granny“ erwartet Mamma und Enkelin in Gatwick.
Im Ringeltanz verträumt, singend glücklich, was bald folgen mag. Vielleicht ein neuer Teddybär von Oma? Frohlockende, befreiende Szenen sind am Ort des Abschieds eher selten auszumachen. Der Flughafen, Bahnhof, die U-Bahn – Bilder, Situationen vor dem Weggehen und dem Ankommen. Die Zeit dazwischen.
Sie hat oft mit Warten zu tun. Zeitlos wird die Zeit verlebt. Melancholie hängt in der Luft. Kurzes Einsam sein. Und kaum ist die Zeit herum, ist das Warten wie vergessen. „Terra Nullius“, das Gebiet zwischen den Kontrollstellen. Wer liebt dies schon? Es sind Momente des Gehens und des Kommens. Erleben wie Anna – so oder so – einfach befreit.
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© Philipp Senn. Vienna Airport. Teddy darf mitfliegen. Bald.

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© Philipp Senn. Flughafen Hamburg. Sehnsucht nach Daheim.

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© Philipp Senn. Wien Westbahnhof. Ungeduldig Geduld üben.

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© Philipp Senn. Zürich Air Port. Warten im Niemandsland.

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© Philipp Senn. Hamburg Flughafen. Einsam. Absitzen in der Warteschlaufe.

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© Philipp Senn. Kurz vor Mitternacht. U-Bahnhof. Na, wo denn wo?

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© Philipp Senn. Basel Bahnhof SBB. In 15′ – Abfahrt. Doch wo sind die Menschen?