Ginko Gefallen

Im Herbst des Lebens fallen die Blätter. Die genialen Formen des Ginkgos – fächerförmig, oft tief geteilt – verführen zum Hinsehen und Sammeln.
Sie sind nicht nur in Japan oder China beliebte wundersame Lesezeichen – denn für fast alle Insekten mehr oder weniger toxisch – schützen sie Bücher vor Silberfischen und Insektenlarven. Die Blätter, pharmazeutisch genutzt, enthalten Flavonoide. Ginko-Extrakte nutzt die Phytopharmaka; die Arznei hilft bei Gedächtnisstörung…
2000 wurde der Ginko als Mahnmal für Umweltschutz und Frieden zum Baum des Jahrtausends.
Die ältesten Exemplare mit über 40 Metern Wuchshöhe sind über 1000 Jahre alt. Seiner essbaren Samen wegen ist er in Ostasien behütet und geschätzt.
Seefahrer konnten seiner sagenhaften Schönheit nicht widerstehen. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts wird er in Europa als Zierbaum in Parkanlagen und privaten Gärten gepflanzt. Der Blattform wegen sind Bezeichnungen wie Elephantenohr-, Entenfuss- oder Fächerblattbaum zu finden.
Die wundervollen Blätter – sie gefallen auch gefallen.
philippsenn_ginko L1020871

© Philipp Senn. Ginko. Japanischer Garten. Vom Ast der Tellerhortensie (Hydrangea serrata) kurz aufgefangen.

philippsenn_ginko L1003765

© Philipp Senn. Ginko. Zen-Garten.

philippsenn_ginko L1003776

© Philipp Senn. Ginko. Meistens besitzt der Ginkgo zwei, drei Haupttriebe, von denen einer stark ausgebildet ist.

philippsenn_ginko L1020900_4

© Philipp Senn. Ginko. Einzigartig. Eine Diva unter Diven. In wenigen Monaten vermodert.

philippsenn_ginko L1003768

© Philipp Senn. Ginko. Zen-Garten.